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Wie ist das mit dem Bienensterben ?

Bedeutung der Honigbiene

Die wirtschaftliche Bedeutung der Bienen verdankt sich, weit über den Honig hinaus, der Pflanzenbestäubung, deren volkswirtschaftlicher Wert allein für Deutschland mit zwei Millarden Euro jährlich beziffert wird.

Die Bedrohung

In den letzten Jahrzehnten ist weltweit, besonders in den USA, Europa, dem Mittleren Osten und Japan, ein signifikanter Rückgang der Bienenvölker zu beobachten, der weder durch klimatische Faktoren noch durch einzelne Phänomene wie die Nähe zu Monokulturen oder gentechnisch verändertem Saatgut vollständig zu erklären ist.

Derzeit ist überall in der Presse von Vergiftungen durch Neonikotinoide zu lesen. Das europäische Parlament hat nun ein zeitweises Verbot dieser Gifte beschlossen. Durch diese sog. systemischen Pestizide wird die komplette Pflanze vergiftet und die Wissenschaft vermutet, dass auch geringste Mengen, welche durch Ausscheidungen der Pflanzen (Guttation) von den Bienen aufgenommen werden, die Insekten schädigt. Die Bienen werden durch das Gift orientierungslos und finden den Heimweg nicht mehr oder sie sterben bei größeren Dosen nach wenigen Minuten. Die Hersteller dieser Gifte behaupten jedoch, dass es keine wissenschaftliche Studie gebe die belege, dass dies in der Natur auch so geschieht, sondern nur unter Laborbedingungen konstruiert würde.

Es gab bereits große Verluste z.B. durch das falsch ausgebrachte oder mangelhaft hergestellte Insektizid Clothianidin (Clothianidin durch "Poncho pro" im Rheintal im Frühjahr 2008 = 11.000 Bienenvölker getötet). Eine Alternative zur Giftspritze wäre eine nachhaltige Landwirtschaft, die z.B. durch Fruchtwechsel den massiven Gifteinsatz reduzieren könnte.

Außerdem leiden unsere Bienen seit ca. 30 Jahren an einer im Zuge der weltweit gelobten Globalisierung aus Asien eingeschleppten Krankheit, der Varroamilbe.


Bienenpuppe mit Varroamilben - Quelle: Wikipedia


Dieser kleine Parasit macht der Biene das Leben schwer und kann, wenn er von den Imkern nicht bekämpft wird, ganze Völker vernichten. Hier greifen wir Imker ein, denn ohne unsere Hilfe könnten die Völker in freier Natur nicht mehr überleben.
Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist eine parasitäre, blutsaugende Milbe, welche die Brut der Honigbiene befällt und durch ihre nadelartigen Mundwerkzeuge die Bienen mit allerlei Viren und anderen Krankheiten infiziert. Das Volk wird somit in seiner Gesamtheit geschwächt. Zum Größenvergleich, es wäre so als ob uns ein Kaninchen am Schenkel hängen, unser Blut saugte und eine infizierte Wunde zurück lassen würde.

Zusätzlich leiden die Bienen weltweit unter der Industrialisierung der Landwirtschaft. Monokulturen aus Mais bieten Bienen keine ausgewogene Nahrungsquellen mehr. Die ökologisch wichtigen Randstreifen werden gnadenlos untergepflügt und in Agrarwüsten verwandelt, weil jeder Quadratmeter zur Produktion von Biomasse für Biogas oder Ölfrucht für Brennstoffe verwendet wird. Wiesen werden für die Produktion von Biogas bis zu fünf Mal jährlich gemäht, so haben Wiesenkräuter keine Chance mehr sich zu vermehren. Sie werden während oder sogar vor der Blüte abgemäht. Die Wiesen verarmen und die Landwirte müssen Grassorten nachsähen, die wohl viel Masse bringen, aber keine Vielfalt - eine grüne Wüste.

Hinzu kommt die weltweite Verbreitung von GVOs (gentechnisch veränderten Organismen/Pflanzen), deren veränderte Eiweißketten in den Blütenpollen das empfindliche Verdauungssystem der Bienen schwächen und sie für Krankheiten anfällig machen, welchen sie früher getrotzt haben, wie z.B. Nosemose. Zum Glück konnte bisher ein Verbot von GVOs in Deutschland wenigstens teilweise erreicht werden. Laßt uns alle mithelfen, dass das so bleibt und laßt uns dafür kämpfen das GVOs nicht unser Leben zerstören (siehe auch Menüpunkt Biene & Agrarindustrie).

Bei all diesen Problemen ist die Politik in der Pflicht, z.B. durch besser durchdachte Förderung, unseren Landwirten Möglichkeiten zu geben mehr im Einklang mit der Natur und somit mit den Bienen zu wirtschaften. Es gibt diese Möglichkeiten - wir müssen sie nur nutzen.

Wir Verbraucher können dies unterstützen, indem wir von unserem demokratischen Wahlrecht Gebrauch machen - sowohl in der Politik, als auch in den Produkten, die wir kaufen.

Die Situation im Donautal

Im Naturpark Obere Donau ist die Lage bis jetzt zum Glück nicht so ernst. Durch die geologischen Besonderheiten und den Naturschutz bieten sich meinen Bienen noch genug Möglichkeiten sich gesund zu ernähren und gesunden, natürlichen Honig zu produzieren. Es gibt keine Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen und die Blütenvielfalt der Wiesen ist an vielen Orten noch so wie sie sein sollte. Doch die Maisfelder der Biogasbauern rücken näher.

Wie ich meine Bienen gesund halte

Ich behandle meine Völker nur mit organischen Säuren, wie sie auch in der Natur vorkommen, gegen die Varroamilbe. Die Behandlung findet stets außerhalb der Blütezeit statt. Ich setze ausschließlich und erfolgreich auf die schonende Behandlung mit Ameisensäure und Oxalsäure (kommt z.B. in Rabarber vor). Diese Stoffe bilden keine Rückstände im Wachs über welche sie in den Honig gelangen könnten.

Fazit

Eine ökologische Landwirtschaft, welche dieses und viele andere Probleme lösen würde, ist unter heutigen Marktbedingungen vielleicht nicht mehr wirklich realistisch. Aber was werden wir ohne Honigbiene und all die anderen wilden bestäubenden Insekten tun? Wenn wir sie auslöschen, tragen Blumen keine Samen und Bäume keine Früchte. Viele andere Tiere und Pflanzen würden verschwinden und unsere Nahrungsmittelvielfalt würde sich um zwei Drittel verringern. Das ökologische Gleichgewicht in der Natur wäre nachhaltig gestört. Pestizid-Befürworter argumentieren, dass wir ohne Spritzmittel die Welt nicht mehr ernähren könnten - aber ohne Bienen und bestäubende Insekten können wir es auch nicht.

Es gibt Untersuchungen (die natürlich von Pestizidherstellern nicht anerkannt werden) die belegen, dass wir mit Spritzmitteleinsatz ca. ein Drittel des Ertrages trotzdem an Schädlinge verlieren. Interessanterweise liegen die Verluste ohne chemische Keule auch bei ca. einem Drittel des Ertrages. Wozu dann der enorme technische, finanzielle und giftige Aufwand ?

Am Ende produzieren wir doch sowieso mehr Nahrungmittel als wir brauchen. Die größte österreichische Stadt Wien, wirft jeden Tag (!) soviel Brot in die Müllverbrennungsanlage, welches ausreichen würde um Österreichs zweitgrößte Stadt Graz zu ernähren.

Hören wir auf uns etwas vor zu machen. Versuchen wir an diesen Dingen etwas zu ändern, statt neue Gifte in die Natur zu spritzen!


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